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Hallo Krippe, Kita & Co – Betreuung im Überblick
 

Welche Betreuung passt zu meinem Kind?


Suchen Sie eine Betreuung für Ihr U3-Kind, fällt Ihnen sicher sofort die Krippe ein. Doch es gibt durchaus attraktive Alternativen, die vielleicht auch für Ihr Kind in Frage kommen. 

Für U6- Kinder gibt es unterschiedliche Settings, wobei die Bandbreite deutlich kleiner ist als in der U3-Betreuung. Schauen wir was die Kinderbetreuung für Kinder von 6 Monaten bis zur Einschulung zu bieten hat.



Betreuungsformen für Ihr Kind: Krippe, Tagespflege, U6‑Betreuung oder passende Alternativen


Jedes Kind hat andere Bedürfnisse

Manche Kinder blühen im lebendigen Trubel einer größeren Gruppe auf, während andere mehr Rückzugsmöglichkeiten und eine überschaubare Umgebung brauchen. Bei der Wahl eines passenden Betreuungsplatzes steht deshalb immer das individuelle Bedürfnis Ihres Kindes im Mittelpunkt. Gleichzeitig lohnt sich der Blick auf die Struktur der jeweiligen Angebote: Krippe ist nicht gleich Krippe – und auch Kindertagespflege kann sehr unterschiedlich gestaltet sein. Dennoch verfügen alle Betreuungsformen über einen eigenen, verlässlichen Rahmen, der Orientierung bei der Betreuungswahl bietet.



Kinderkrippen und Kleinkindgruppen

 Der „Klassiker“: Kinderkrippe, bunt, entspannt und fröhlich! Eine schöne Assoziation, die natürlich nicht immer ganz zutreffen muss. In der klassischen Krippe oder Kleinkindgruppe werden bis zu zehn, mancherorts bis zu zwölf Kinder oder mehr bis zum Alter von drei Jahren betreut. Eine Krippe nimmt, anders als die Kleinkindgruppe, Kinder auf, die das erste Lebensjahr noch nicht vollendet haben. In Kleinkindgruppen werden Kinder ab dem ersten vollendeten Lebensjahr bis zum Kita-Eintritt betreut. Mindestens zwei Fachkräfte übernehmen die Betreuung in der Krippen- und Kleinkindbetreuung.


Vorteile der Krippe:

Ein Vorteil der Krippe ist, dass die Fachkräfte im Team arbeiten, sich gegenseitig in Stresssituationen entlasten und sich jederzeit fachlich austauschen können. In der Regel verfügt eine Fachkraft über die Zusatzqualifikation „Krippenerzieher:in“ und damit über das entsprechende Knowhow. 

Ein weiterer Pluspunkt: Oft sindKrippen und Kleinkindgruppen einer Kita angegliedert, so dass kein Wechsel der Einrichtung erfolen muss,wenn es in die U6-Betreuung geht.


Nachteile der Krippenbetreuung:

Bedenken Sie: Ihr Kind muss auch in einer guten Krippe mit Unruhe und Lautstärke zurechtkommen. Und natürlich gehört es zum Krippenalltag, sich in eine größere Gruppe einzufügen. Zu starken Stress kann es vor allem dann kommen, wenn (noch) keine sichere Beziehung zur Bezugsbetreuung besteht und das Kind noch wenig Kontakt zu anderen Kindern hat. 

Auch von offene Krippen ist abzuraten: Die freie  Nutzung aller Gruppenräume, kann Kleinkinder stark überfordern. 


 




Kindertagespflege

Bis zu fünf Kinder kann eine qualifizierte:r Tagesmutter oder ein Tagesvater betreuen. Manche Tagespflegeeltern nehmen generell weniger Kinder auf, um allen Kindern gerecht zu werden. Die Betreuung findet in der Wohnung oder im Haus der Tagespflegeperson statt. Die Räume sind idealerweise so gestaltet, dass die Kinder Spiel- und Ruhebereiche, wie in der Krippe, vorfinden. Gekocht und gegessen wird gemeinsam.

Vor- und Nachteile der Kindertagespflege:

Gekocht und gegessen wird gemeinsam. Insgesamt ist die Betreuung familiär und bietet ein überschaubares Umfeld. Die Tageseltern können aufgrund der kleinen Gruppe eher die Bedürfnisse aller Kinder wahrnehmen. Allerdings kann der Alltag mit bis zu fünf Kleinkindern herausfordernd sein.


Alternativ gibt es die Großtagespflege, in der zwei Tagespflegestellen zusammengelegt sind. Eine der Tagespflegepersonen muss eine pädagogisch ausgebildete Fachkraft sein. Der Betreuungsschlüssel ist oft ungünstig. So kommen in manche Großtagespflegestellen zehn Kinder auf zwei Betreuungskräfte.


 



Spielgruppen und Spielkreise

In privaten oder institutionellen Spielgruppen werden Kinder (meistens im U3- Bereich) stundenweise betreut und gefördert.


Die Gruppen unterscheiden sich von Krippen durch kurze Betreuungszeiten. Sie stellen für berufstätige Eltern in der Regel keine Option dar. Allerdings ermöglichen sie einen sanften Übergang von der Familie in die institutionelle Kinderbetreuung, vorausgesetzt sie erfüllen die Kriterien einer guten Betreuung.





Betreuung im eigenen Haushalt

Eine ganz andere Variante stellt die Betreuung zuhause durch eine Kindertagespflegeperson oder anderweitige (auch fachfremde) Betreuungsperson dar, die in der Regel mit höheren Kosten verbunden ist.


Unter Umständen können die Kosten von der Kommune übernommen werden, aber nur wenn alternativ keine Krippen- und Kindertagespflegeplätze zur Verfügung stehen und der Antrag auf Kostenübernahme genehmigt wird. Vorteil dieser Betreuungsform ist, dass Kinder ihren gewohnten Rhythmus beibehalten können.


Wichtig: Für Vorschulkinder ist diese Bereuungsform nicht geeignet, da die sozialen Kontakte und Gruppenerfahrungen, die auf den Schuleintritt vorbereiten, fehlen.




U6- Gruppen, die anteilig U3-Kinder aufnehmen

Diese Gruppen nehmen anteilig Kinder unter drei Jahren auf. Der Personalschlüssel ist oft besser und die Gruppen sind fast immer etwas kleiner als reguläre Kita-Gruppen. In diesem Fall spricht man von „Nestchen-, aber auch Nest-Gruppen“. 


Vorteile von Nestgruppen:

Vorteilhaft ist, dass Kindern der Wechsel von der Krippe in die Kita erspart bleibt und die jüngeren Kinder in der kleineren Gruppe oft etwas besser begleitet werden können.


Nachteile von Nestgruppen:

Selbst unter günstigen Bedingungen ist zu bedenken, dass Lärmpegel und Unruhe in Kita-Gruppen größer sind als in kleineren Krippen-Gruppen. Außerdem haben junge Kinder andere Bedürfnisse als die Großen, was Bindung, Ruhezeiten und Spiel angeht. 






U6-Gruppen 

Für Kinder zwischen vier und sieben Jahren (U6) ist eine gute Kita-Gruppe mit ausgeglichener Altersmischung optimal. Je kleiner die Gruppe, desto besser!


Gruppen ohne und Gruppen mit breiter Altersmischung

Heute gibt es kaum noch altershomogenen Gruppen, in denen Kinder eines Jahrgangs betreut werden. Organisatorische Nachteile, aber auch der Umstand, dass Kinder nicht von Älteren lernen können, haben dazu geführt, dass diese Betreuungsform selten zu finden ist.


Ähnlich selten sind Gruppen, die sich aus Krippen-, Kita- und Hortkindern zusammensetzen, also sehr breit altersgemischt sind. Für Kinder im Krippenalter, aber auch für die anderen Altersgruppen, stehen im Verhältnis zu den regulären Gruppen, weniger altersgerechte Räume, Spielpartner:innen  und Angebote zur Verfügung. Nur durch eine gute personelle Besetzung und entsprechende Räumlichkeiten können diese Nachteile des altersgemischten Konzepts ausgeglichen werden.





Was zu beachten ist 

Unabhängig davon, welche Betreuungsform Sie für Ihr Kind ins Auge fassen: Auch der pädagogische Ansatz, eine gute Qualität und das Vertrauen, dass Ihr Kind gut aufgehoben wäre, sind bei der Wahl mitentscheidend.